Völker der Erde

Literarische Entgegungen zur Sprache der NS-Justitz:

Ein „StolperKunst“-Projekt in Stuttgart

mit Wilma Heuken, Boris Burgstaller und Gabriele Hintermaier

Die Nationalsozialisten haben sie verhunzt und missbraucht, die Literat*innen haben sie verteidigt und sich nicht nehmen lassen: die deutsche Sprache. Eine szenische Lesung von den Schauspielern Boris Burgstaller und Gabriele Hintermaier und der Musikerin Wilma Heuken untersucht Sprache vor dem Hintergrund aktueller rechter Parolen.

Burgstaller, Hintermaier und Heuken lassen die eiskalten Protokolle der Gestapo kollidieren mit dem metaphernreichen Pathos der Lyrikerin Nelly Sachs. Eine bitter-ironische Alltagsszene von Bert Brecht trifft auf wissenschaftliche Analyse, die Sprache von Paul Celan und Primo Levi auf ein Zitat von Adolf Hitler. Gedichte, Lieder und Theater stehen Protokollen des Stuttgarter NS-Gerichts von 1944 gegenüber. Dabei wird u.a. der Missbrauch von Volksmusik durch die Nazis analysiert und gezeigt, dass Musik in den falschen Händen zu einem tödlichen Werkzeug werden kann. 

Ein besonderes Augenmerk des StolperKunst-Projekts liegt auf der Kontrastierung von Tätersprache und der „Sprache der Verfolgten“. 

Die Projektmitglieder

Schauspieler im 

Schauspielhaus Stuttgart &

Mitinitiator von StolperKunst

Akkordeon & Gesang

Schauspielerin im

Schauspielhaus Stuttgart &

Mitinitiatorin von StolperKunst

Presse

SWR2 - von Andreas Langen

Nazi-Slang und Literarische Sprache: Ein „StolperKunst“-Projekt in Stuttgart

 

Radiobeitrag & Artikel zum Projekt